Alex Papachristos

Bis ich 28 Jahre alt wurde, bestand mein Leben hauptsächlich aus Zweifeln und Selbstzweifeln, die ich durch kreatives Musizieren so einigermaßen in den Griff bekam. Eine extreme Selbsterfahrung mit 28 krempelte mein Leben allerdings völlig um und ließ mich endlich im Leben ankommen. Bis dahin versuchte ich mich in sphärischen Klängen, die vielleicht ein wenig an bestimmte Jazz-Arten erinnern, selbst zu finden, wobei ich aus heutiger Sicht einfach lernte, meinen Geschmack zu schärfen, einhergehend mit der Fähigkeit, diesen auch (immer besser) ausdrücken zu können.


Danach begann allerdings erstmal das "normale" Arbeitsleben, und selbst Musik zu machen war in dieser Zeit höchstens ein frommer Wunsch, für den ich jedoch keine Zeit mehr fand.
Nur durch Zufall (?) fand sich hobbymäßig eine Rock-Band zusammen, in der ich Gitarre spielen konnte/wollte, und dort erlebte ich Musik aus einem hauptsächlich Rhythmus und groove-orientierten Blickwinkel, was für mich immernoch einen großen Reiz hat, allerdings war diese Art des Musizierens nie wieder so kreativ wie früher, was ich, trotz des ganzen Spaßes, durchaus oft bedauerte.


So zogen einige Jahre ins Land, in denen ich auch Jady kennenlernte. Sie sang damals in einer Band (eigene Texte, eigene
Musik). Ich mochte von Anfang an (von ihren gesanglichen Fähigkeiten einmal abgesehen) ihre starke Lebensfreude kombiniert mit überdurchschnittlicher Sensibilität. Damals schon dachte ich, "so ein Glück müsste man haben, mit einer solchen Sängerin gemeinsam Klangwelten zu erschaffen"...


Dass sie einige Jahre später meine Frau werden sollte, kann man nur in glücklich bis seltsam anmutenden Zufällen (?) und Entwicklungen erklären.
Nachdem wir einige Jahre (jeder für sich) musikalische Erfahrungen gesammelt hatten, schien es also an der Zeit, es mal gemeinsam zu probieren.


Der reine Kompromiss zwischen den klanglichen/musikalischen Vorstellungen gestaltete sich, sagen wir, "erkenntnisreich", jedoch war es noch nicht ganz das, was es sein sollte.

Deshalb zog ich mich zunächst aus der reinen Song-Entwicklung zurück, und überließ Jady das Feld allein, woraus sich das Jedana-Projekt entwickelte, an dem ich mich inzwischen natürlich intensivst beteilige, jedoch eher als Berater/Produzent, Bass & Guitar-Einspieler, sowie Drum-Track-Programmierer und schließlich auch als Mixer...
Es ist viel Arbeit gewesen (und wird es vermutlich auch bleiben) aber trotzdem überwiegt die Freude darüber, ein Teil dieses Projekts zu sein, und zu dessen Gelingen beitragen zu können.

Johanna Busch

Das Kreative war schon irgendwie immer dabei... natürlich und unbelassen wie das Atmen oder Schlafen.

 

Da man jedoch „von der Kunst nicht leben kann“, habe ich mich zunächst einem wissenschaftlichen Studium gewidmet und alles andere Hobby sein lassen.

 

Es brach trotzdem immer wieder durch, wechselte das Medium. Mal Keramik, mal Malerei, mal Blumensteckkunst, Filz, Textil, Fotografie oder Gartengestaltung. Spielerische Abwechslung musste immer sein, passte aber nicht in die gesellschaftlichen Erwartungen. In keine bestimmte Schublade und auch nicht zu dem allgemeinen Drang nach Spezialisierung. Was bin ich jetzt? Wie definiere ich mich?

 

Ich kann und will mich nicht entscheiden. Der Wechsel vollzieht sich von alleine, natürlich, intuitiv. Ich springe, bin Quereinsteigerin, probiere aus, lasse fallen, komme zurück... Lasse mich vom Gefühl leiten, nicht von Trends oder Meinungen. Es fließt und entsteht von alleine, wenn man mich läßt... Manchmal bin ich selbst über die Ergebnisse überrascht.

 

So war ich auch offen für das Abenteuer „Film“. Die Begegnung mit Jady war Zufall und auch wieder nicht. Eine Idee flog zu mir und fand fruchtbaren Boden. Schon wieder ein Quereinstieg, schon wieder ein neues Medium, an das ich unvoreingenommen und mit kindlicher Unschuld heran treten konnte. Das Projekt begann und Jadys wunderbare Musik rief ungeahnte Bilder hervor... werde ich jemals imstande sein, sie visuell darzustellen? Es ist ein Abenteuer und so möchte ich es sehen, behandeln. Denn nur dann wird es sich frei entwickeln.

 

 

Jady, danke Dir dafür.