Lyrics

Gibo Uruz Raido Hagalaz

Laguz Dagaz Sowulo

Ansuz Thurisaz Wunjo

 

ich bin allein

auf stürmischen Wegen

in mir unstillbar

ein Verlangen nach Leben...

und ich gehe allein

auf verlassenen Pfaden

in mir die Stille

manchmal schwer zu ertragen

wenn der Weg steinig ist,

mich der Himmel vergisst,

ich die Trautheit und die Wärme vermiss...

 

Gibo Uruz Raido Hagalaz

Laguz Dagaz Sowulo

Ansuz Thurisaz Wunjo

 

und ich spüre den Drang

etwas zu erwecken

in mir ein Wille

ich hör ´nen Klang durch die Stille

´bringt mein Selbst zum erbeben

Lässt mich los, um zu leben

und ich bleib wieder allein zurück...

 

Gibo Uruz Raido Hagalaz

Laguz Dagaz Sowulo

Ansuz Thurisaz Wunjo

 

dadadam.........

 

Aphadrim... 

https://soundcloud.com/jedana/jedana-aphadrim-die-bestimmung

TRAILER

Screenshots - Aphadrim

Aphadrim – Die Bestimmung – Das Interview

( Hinweis: Ausschnitte aus den Lyrics sind kursiv und dick gedruckt!)

 

Was meinst Du mit „Bestimmung“?

 

Ich meine damit das Achten auf die Intuition oder innere Stimme... Schon früh im Leben kommuniziert sie laufend mit uns, wobei man sie als Kind wahrscheinlich deutlicher - weil eben noch ungefiltert - wahrgenommen hat...

 

Wie äußerte sich das als Kind?

 

Man hatte vielleicht eine Menge lebendiger Träume über sein Leben... Man verspürte einen tiefen Wunsch, seine ureignen Wünsche und Sehnsüchte zu erfüllen und man traute es sich auch zu, sie zu erreichen, denn in dieser inneren Welt ist ja alles schon fühlbar und da! Diese Wünsche und Träume gaben einem das Gefühl, einen Platz im Leben zu haben – bei mir war es zumindest so.

 

Wie ist es als „Erwachsener“?

 

Naja... Diese innere Stimme, die Intuition hat in unserer Gesellschaft nicht besonders viel Wert oder Platz. Es gelten eher vorformulierte und definierte Normen. Ich denke, dass auch die Erziehung – sogar die gut gemeinte - den magischen Kosmos des Kindes aus Formen und Farben ziemlich schnell zuklatscht mit Kategorien, mit dem zu erstrebenden Normalen, mit zu erfüllenden Erwartungen und einzuhaltenden Regeln... Natürlich haben diese auch Sinn, jedoch lechzen wir nicht selten ständig danach, allen an uns herangetragenen Anforderungen zu genügen, allen Erwartungen zu entsprechen und kommen dabei doch nie wirklich in unserem Inneren an, um Freiheit und Frieden zu erfahren.

 

Ist diese innere Stimme/ Intuition als Erwachsener weg?

 

Nein, weg ist sie nicht, aber oft nehmen wir sie schlicht nicht mehr wahr oder geben ihr nicht die nötige Aufmerksamkeit. Je nachdem, wieviel Ballast wir aus unserer Kindheit und Jugend mitherumschleppen und wie zugekleistert unser Alltag ist, scheint sie zusehends unwichtig. Dennoch macht sich unsere Seele bemerkbar, sie will in Kontakt treten mit ihrem Mensch gewordenen Anteil. Unsere Seele spricht unentwegt zu uns durch innere Bilder, Träume und Sehnsüchte. Unzufriedenheit bahnt sich den Weg, wenn wir nicht auf sie hören und es kein Entrinnen zu geben scheint aus den Fängen des Alltäglichen... oder den unzähligen Verpflichtungen, denen wir uns ausgeliefert fühlen...

 

Was sind die Folgen dieser Missachtung der inneren Stimme?

 

Nun, wir werden psychisch oder physisch krank, wenn wir ihr zu lange keine Beachtung schenken und jenseits unserer Bestimmung leben. Wir werden lethargisch und beschäftigen uns immer mehr mit Nonsense, weil wir nicht mehr fühlen wollen... Wir stumpfen ab, führen Scheingefechte, missbrauchen Drogen und Genussmittel oder werden verbittert... Schlicht... Wir empfinden in unserem Inneren kein Glück, weil unser Leben keinen nachhaltigen Wert hat.

 

Hast Du selbst Erfahrung damit?

 

Ja... Auch ich wurde krank, jagte vielen Dingen hinterher, die eigentlich keine Bedeutung für mich hatten, was ich mir aber nicht zugestehen wollte. Ich hatte aber irgendwann keine Lust mehr, Wünsche zu erfüllen, die nicht meine waren... Ich merkte eine Art Schatten in mir, der sich auszubreiten drohte (warum nur lebe ich?) und in mir tobte ein Kampf, wer nun die Oberhand gewinnen sollte. Die Lethargie der Gewohnheit, der Rückzug aus dem eigenen Wollen oder meine innere Stimme, die immer wieder förmlich schrie: LEBE DEINE TRÄUME! Steh zu Dir! Verwirkliche Dich! Warte nicht auf irgendwas! Das Leben ist jetzt! Du weißt doch genau, was Du willst!

 

Erzählt dein Song „Aphadrim“ auch davon? Von dieser dunklen Seite?

 

Die Thematik des Songs ist nochmal eine andere, wenngleich sie damit zu tun hat! Der Song beschäftigt sich eher mit dem was danach kommt, wenn man den Entschluss gefasst hat, sich zu erheben... oder zu erwachen... Eines Tages siegte meine Intuition und ich fasste den Entschluss, das Trübsal zu beenden, aufzustehen und mein Leben SELBST in die Hand zu nehmen. „Ich spüre den Drang, etwas zu erwecken“.

  

Aber wieso wurde dann nicht alles gut?

 

Auf eine Weise natürlich schon, aber wer glaubt, dass nun die Zeit der reinen Glückseligkeit begann, der irrt. Ich stellte fest, dass mein Umfeld mit meiner Metamorphose nicht unbedingt so glücklich war. Vielleicht war ich auf einmal nicht mehr „berechenbar“. Es gab eben Widerstände. Allerdings waren diese auch wichtig, um mich und die anderen immer weiter zu entwickeln und Verdrängtes aufzuarbeiten. Ich habe dadurch viel gelernt und verstanden, dass die Verwirklichung des Ureigenen einem Geburtsakt gleich kommt, denn nie vorher gab es einen Menschen, der genau das lebendig werden lassen wollte, was ich bin! Der Platz im Leben entsteht erst, wenn man genau durch diesen Geburtsakt hindurchgeht... Alle Menschen, die das Leben mit einem teilen werden zwangsläufig mit durchgeschüttelt, da völlig neue Bahnen in der Materie entstehen, die es vorher nicht gab... Es gleicht einem kreativen Schöpfungsakt, wenn man SEINER BESTIMMUNG folgt! Andere müssen einfach für sich ausloten, was daran nun auch mit ihnen selbst zu tun hat. Es hat ja jeder Mensch seine Bestimmung. Trennen sich da Wege oder verbinden sie sich auf höherer Ebene? Spannungszustände entstehen (bei einem mehr, beim anderen weniger – bei mir ist alles stets höchst dramatisch und intensiv – sonst würde ich wohl keine Songs schreiben ;)) und bis sich die Wogen glätten, kann das vorübergehend eben auch einsam machen... Und davon handelt mein Song vor allem im 1. Teil. „Ich geh allein auf verlassenen Pfaden...“ oder „wenn der Weg steinig ist, ich die Trautheit und die Wärme vermiss...“ Aber alles wird gut, weil es immer schon gut gewesen ist! Zum Schluss bleibt nur das Tanzen und sich am Leben erfreuen ( wie auch im Video zu sehen ;)), sowie eine tiefe Dankbarkeit den Menschen gegenüber, die stets zu einem halten und an einen glauben...

 

Warum besingst du eigentlich Runennamen?

 

Runen sind für mich überaus magisch. Ihnen wohnt Geschichte, sowie ein Zauber inne, wie es Worte schwer auszudrücken vermögen. Zudem gibt es sie schon sehr lange und sie stehen für mich für eine starke physische Verwurzelung... Eine Verbindung mit der Menschheit („Aphadrim“ ist übrigens Sindarin und bedeutet übersetzt - Menschheit)sowie den Ahnen, die vielleicht mit ähnlichen Gefühlen in ihrem Leben gekämpft haben. ... Ich glaube, erst wenn die Wurzeln stark genug sind, kann die Seele wachsen...

 

Wie soll man seine Bestimmung finden?

 

Ich denke, dass es am wichtigsten ist, zu begreifen, dass einem niemand helfen kann, diese Frage zu beantworten. Ich bin absolut überzeugt davon, dass es da soviele Antworten darauf gibt, wie Individuen, die diese Frage stellen. Ich wünsche, dass jeder SEINE BESTIMMUNG findet und spürt, warum er als ein multidimensionales Wesen, genau dieses Mensch sein wollte und was er in diesem physischen Leben erleben oder verwirklichen will. Vertraue, dass die Antworten in Dir selbst liegen!